Der Alltagsforscher und Konstrukteur satirischer Objekte Peter Spielbauer beschäftigt sich in seinem neuesten Bühnenprogramm „Das Flatte Blatt“ mit der Zeitung im Allgemeinen und mit den Buchstaben im Besonderen. Seine Freude über das Medium Papier und seine Verblüffung über die bisher erreichte Kulturstufe verteidigt er gegen pessimistische Scheuklappigkeit und frustrierte Götter. Im herzhaften Umgang mit der Materie verschmurgelt er federleichte Tänze mit brachialen Exzessen zu einem vergnüglichen Theaterabend. Leibhaftig zerhackte Bücher und feine Lyrik machen ein Wettrennen in eleganten rhythmischen Kurven, Texte und Äxte singen das hohe Lied auf die Kommunikation. Die Wahrheit spielt Ping oder Pong mit der Wissenschaft und der Künstler staunt atemlos über die Perlenkette der Möglichkeiten.
Spielbauer ist ein uneinordentlicher Mensch, dem viel Unerklärliches einfällt und er bringt es auf geniale Weise unter die Leute.
Spielbauers Programm heißt ALLERDINGS ALLERDONGS
und er haut sich immer den Kopf dabei. Ein Stück über das Gehirn und das, was sich ein Gehirn unter einem Gehirn vorstellt.
Gewissermaßen eine Vorstellung über Vorstellungen. Eine lockere Zusammenfassung der meisten bekannten Erscheinungen auf und unter der Erde und einiger unbekannter.
Wussten Sie, dass Tussi die Mitte von Lotussitz ist?
Oder Besen die Mitte von Liebesenergie?
Volle Bühne, leeres Hirn und umgekehrt.
Die Tiefsee, die scheußlich unerforschte Tiefsee kommt auch vor. Überhaupt Wasser, viel Wasser, aber es muss niemand weinen, im Gegenteil, oder vielleicht doch, vor Freude. Spielbauer gibt Antwort auf selten gestellte Fragen, erklärt das Universum und rettet es. Am Schluss verschenkt er einen Pullover, vielleicht auch nur eine Socke, mindestens aber ein Stück Glück.
Peter Spielbauer, Performer und Perforierer spielt schlaschla. Eigenartige Texte mit ungewöhnlichen Bewegungen in seltsamen Requisiten.
schlaschla ist ein philosokomisches Theatersolo über die Liebe, über Einstein und über das Wichtigste im Leben.
Spielbauer dichtet, erfindet, improvisiert und schöpft Sprache aus allen Gliedern und Requisiten. Er präsentiert innovative Bühnenbilder und Ansichten, erfindet sich in jeder Vorstellung neu und lässt sich nicht in Schubladen, Schablonen oder sonstige Systeme einordnen. Wörter, Körper und Objekte verschmelzen zu Bildern, die den Kopf des Zuschauers nicht so schnell verlassen. Sie lockern das Zwechfell und durchlüften die Hirnschale. schlaschla ist ein rasanter Tanz zwischen Brauchtum und Irrtum.


Foto Turmpose: Johanna Stuke
Foto Wasserballett: Heinz von Heydenaber
Auf der Bühne steht zuerst nix, dann drei Bierbänke, zum Schluss eine Apparatur zur Entkräftung der Schwerkraft. Spielbauer spricht, tanzt, schreit und prügelt einen philosokomischen Monolog auf die Bühne, die Bierbänke erleben wunderliche Metamorphosen und die Seh- und Denkgewohnheiten des Publikums werden durch 36 größere und kleine Skulpturen verwirbelt.
Spielbauer turnt federnd durch seine archaisch-skurrilen Bauten und dreht seine Pirouetten unter Einsatz aller körperlichen und dramatischen Mittel. Dazwischen passieren Improvisationen nach Art des Künstlers und des jeweiligen Hauses. Hintersinnig, selbstironisch und erkenntnisblitzend.
Bestaunen Sie die absolut originäre, sonstwo nicht zu bewundernde Spielbauersche Theaterform in komprimierten zwei Stunden. Der dichtende Philosoph und Konstrukteur satirischer Objekte hat sich entschlossen, zur Verschönerung Ihres Daseins beizutragen und zeigt sein Best-Of-Programm YÜBILÄÜM. Erfrischend aktuell, angenehm dokumentarisch und hemmungslos aufbauend. Es gelangen zur Aufführung: eine Bierbanknummer, eine Rahmenhandlung, eine Kunstausstellung und die weltweit einzige buddhistische Maschine.
Das Programm ist schweißtreibend, kommt aber federleicht rüber. Zögern Sie nicht, sich auf hohem Niveau zu amüsieren. Wo eine Tür ist lohnt sich die Mauer und wenn die Erleuchtung nicht kommt, vielleicht ist sie dann schon da?
Der stets etwas irr flackernde Alltagsforscher und Allgemeingutverkünder Peter Spielbauer ist ein experimentierfreudiger Fantast und Improvisateur, der aus Wörtern, Gesten und Objekten schwindelerregende Poesietürme baut. Tiefsinnig, eigensinnig und jenseits konkreter Zuordnungsmöglichkeit verbindet er brachiale Exzesse und fein ziselierte Wortspiele zu höchst vergnüglicher Spielfreude von bezwingendem Charme.

1954 kommend aus den Tiefen des Bayrischen Waldes, Kraft schöpfend aus bäuerlichen Wurzeln, trifft Spielbauer im zarten Alter von zwölf Jahren das erste Mal auf einen sinnvollen Text. Es ist ein Jandl-Text. Erleuchtung!
Abschluss der Schultheatergruppe mit Werken von Valentin und Jonesco. Test mehrerer Universitäten, Gärtnerlehre, Straßentheater. Sinnsuche in München, Berlin und Paris. Sinnfindung in Icking im Isartal/ Bayern. All is art in Isartal.
Zeugung von vier Söhnen. Heirat mit keiner Frau.
Zwischenstand 2010: Lebt immer noch von seiner Kunst, durch seine Kunst, wegen seiner Kunst. Unterwegs mit philosophisch-komischen Soloprogrammen von Hamburg bis Bozen und Bern bis fast Wien.
